offene Fragen für die Forschung

Obwohl ein großer Schritt geschafft ist auf dem Weg zu einer Therapie gegen LAM, so sind wir noch lange nicht am Ziel. Das Ergebnis der Rapamycin Studie könnte auch negativ ausgehen oder zu dem Ergebnis kommen, dass manchen Patientinnen mit dem Medikament geholfen ist, anderen aber nicht. Es gibt immer noch sehr viele offene Fragen für die Forscher.

So ist immer noch nicht ganz genau verstanden, was eine LAM-Zelle ist und von wo sie ihren Ursprung nimmt. Im allgemeinen wird gesagt, es handelt sich um einen Zelltyp ähnlich den so genannten glatten Muskelzellen, aber die Zellen weisen gleichzeitig auch andere Eigenschaften auf. So haben LAM-Zellen auf ihrer Zelloberfläche Rezeptoren für die weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen. Zudem verhalten sich sie aufgrund ihres ungehemmten Wachstums komplett anders als die normalen glatten Muskelzellen.

Viele weitere Fragen sind offen: Sind die LAM Zellen verantwortlich für die Zystenbildung in der Lunge? Welche Rolle spielen von den LAM-Zellen gebildete Enzyme, die die umgebenden Gewebestrukturen schädigen können (so genannte Metalloproteinasen). Ist so die Tatsache zu erklären, dass die Lungenbläschen abgebaut werden und Zysten übrig bleiben?

Produzieren LAM-Zellen das Fettgewebe in den mit LAM in Zusammenhang stehenden Angiomyolipomen der Niere?

Auch ist es noch nicht gelungen, LAM-Zellen sicher aus dem befallenen Gewebe zu entnehmen und im Labor weiter zu vermehren. Wie können daher am besten frische LAM-Zellen der Forschung zugänglich gemacht werden? Es wird dringend Gewebe benötigt, vor allem von transplantierten Organen.

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